07.10.2018 14:44 Alter: 63 days

BSV Einheit Frohburg - SG Gnandstein 49 6:0 (5:0)
Halbes Dutzend für die Burgherren

6 Stück fingen sich die Burggeister beim Derby in der Rennstadt und waren damit noch mehr als gut bedient. Bei wunderschön sonnig warmen Altweibersommerwetter waren die Rennstädter heiß auf den Anpfiff von Schiri Hildebrandt.


BSV Einheit Frohburg – SG Gnandstein    6:0 (5:0)

Tore:    1:0 Geißler (2.), 2:0 Frank (9.), 3:0 Geißler (11.)
  4:0 Jacob (26.), 5:0 Jacob (34.), 6:0 Geißler (81.)

Zuschauer:  205

Schiedsrichter:
Dominik Hildebrandt, Heiko Wetzig, Denny Kühne

Frohburg:
Thomas,  Schmidt M., Ussat, Steinbach, Frank (75. Gerstenberger), Jacob,
Pyrdek, Mertin, Zschalich, Kruggel, Geißler 

Gnandstein:
Naumann, Eichler, Milde (46. Schuster), Schmidt, Schmuck (46. Fleischer),
Schütze, Illinger, Rößner, Heinich, Kipping, Weber


Halbes Dutzend für die Burgherren

6 Stück fingen sich die Burggeister beim Derby in der Rennstadt und waren damit noch mehr als gut bedient. Bei wunderschön sonnig warmen Altweibersommerwetter waren die Rennstädter heiß auf den Anpfiff von Schiri Hildebrandt. Ein Angriffssignal, Motor an, Gang rein und ab geht die wilde Fahrt! Gnandstein wurde schlichtweg überrannt! 2. Minute erster Treffer. Ein Anspiel von Kruggel zu Geißler vermochte dieser mit einer ungewollten Finte den freien Weg aufs Gästetor. Noch kurz Neumann umkurvt und ab ins leere Tor. Welch ein Traumstart! Gnandstein angenockt wurde sofort weiter unter Druck gesetzt. Mit einem Doppelschlag nach selben Muster. Umschalt- spiel in Reinkultur, nutzten die Einheimischen jede ihre Chance. Ab damit in die Gästemaschen. Minute 9: Ball von Steinbach an der Mittellinie erobert, Steilpass linke Seite auf Geißler, Neumann umspielt hätte sein Abschluss das Ziel verfehlt, Frank jedoch mitgelaufen, drückte das Leder ohne Mühe über die Linie. Minute 11: Jacob im Vollsprint mit Ball den Gegner vor der heimischen Wechselbank überlaufend, gefoult, brachte kurzzeitig Aufruhr aufgrund des ausbleibenden Pfiffes im Einheit Trainerteam. Heinichs Versuch einen klärenden Rückpass zum Torwart zu spielen, erahnte Geißler und spritzte dazwischen. Auch im 3. Versuch ließ er dem Gnandsteiner Hüter keine Chance. Abermals umkurvte er diesen und schob locker lächelnd zur nächsten Bude ein. So schnell schlug kurzer Frust in riesige Freude auf der Bank um. 100%ige Chancenverwertung! Bildlich dargestellt standen die Neu-Ortsteiler noch in der Startaufstellung des Dreieckkurses und versuchten immer noch den Motor zu starten, Frohburg hingegen umrundete das Dreieck schon zum dritten Mal mit Rundenbestzeit, schier unbemerkt. Die Rennstädter wurden regelrecht eingeladen und nahmen diese Einladung im Derby natürlich dankend an.
So ging die Taktik den Gegner zu überrollen vollends auf. Nach keiner Viertelstunde war das Spiel somit entschieden, der Gegner am Boden zerstört und die Rennstädter nicht müde eine echte Abreibung zu erteilen. Da das Schema so gut geklappt hat, überrannte Jacob die Abwehr, zog in den Sechszehner und vollendete trocken ins lange Eck zum vierten Streich. Und was über rechts geht, geht auch über links! Wieder Jacob, Steinbach steil in die Gasse, Jacob vor Neumann am Ball und ab damit in das andere lange Ecke. 5 zu 0! Das Erstaunliche, für Gnandsteiner Unterstützer unverständliche, war das Zweikampfverhalten. Körperloses Spiel, kein aufbäumen, wie Lämmer die zur Schlachtbank geführt werden. Man ergab sich schlicht weg und war Zuschauer in der ersten Reihe. Mittendrin statt nur dabei! Als der Halbzeitpfiff ertönte verließen die ersten Gästefans bereits enttäuscht das Werner-Seelenbinder-Stadion. „Das man hier wahrscheinlich nichts holt war uns klar, aber so…“ Ersatzcoach Lederer überzog den Pausentee gewaltig, tauschte zweimal und stellte um. Ein nicht nur gefühltes 7-2-1. Alle Mann ab um die 16, noch schlimmeres verhindern, wehe wenn das zweistellig wird. Handballverhältnisse! Aber auch die Anhänger der Grünen vermochten sich nicht annähernd vorzustellen, dass die zweite Hälfte eine ähnliche Ausbeute ergeben könnte. Frohburg fehlte nun der Raum ihre Schnelligkeitsvorteile auch ausspielen zu können. So kam man zwar zu gefühlten 95% Ballbesitz aber auch zu kaum Erwähnenswertem. Es war schlichtweg zu eng. Immer ein Fuß dazwischen, teils zu ungenau und zu kompliziert gespielt.
So plätscherte die Partie dem Schlusspfiff entgegen. Nichts desto trotz konnte die Gästeabwehr den Hattricktreffer von Geißler nach einer Art Scheibenschießen im Gnandsteiner Strafraum nicht verhindern, der dann gleichzeitig das halbe Dutzend vollmachte und den Endstand bedeutete.
So ist es für die Einheit der 6. Sieg im 6. Pflichtspiel und dies trotz zweier Absagen die für viel Unverständnis und Kopfschütteln bei den Verantwortlichen gesorgt haben. Man bleibt weiterhin Mitglied des Spitzentrios und wird ganz bestimmt in der kommenden Woche auf einen anderen Gegner treffen, den man tunlichst nicht unterschätzen sollte.          

RH7