10.06.2018 11:22 Alter: 176 days

BSV Einheit Frohburg - SV Tresenwald Machern 2:2 (1:1)
Frohburg nach 28 Jahren wieder Meister!

Die endgültige Entscheidung im Rennen um die Meisterschaft in der Kreisoberliga MLL ist gefallen! Der Meister der Saison 2017/18 heißt BSV Einheit Frohburg.


BSV Einheit Frohburg – SV Tresenwald   2:2 (1:1)

Tore:    0:1 Torsten Mikusch (1.) , 1:1 Christian Geißler (38.)
1:1 Torsten Mikusch (65.) , 2:2 Jona Anders (86.)

Zuschauer:  120

Schiedsrichter:
Thomas Kirchhof, Enrico Fritsch, Henry Lickfeldt

Frohburg:
Pfeiffer, Brosio (45. Ussat), Gey, Steinbach, Jacob, Anders, Zschalich,
Kruggel, Thieme, Geißler 

Tresenwald:
Fischer J., Bernhardt, Habich, Freudenthal, Keller, Mikusch, Graupner (46. Kögler)
Klas (56. Menzel), Langer, Kirchner (78. Fischer A.), Pfüller

Frohburg nach 28 Jahren wieder Meister!

Die endgültige Entscheidung im Rennen um die Meisterschaft in der Kreisoberliga MLL ist gefallen! Der Meister der Saison 2017/18 heißt BSV Einheit Frohburg. Mit einem 2:2 unentschieden in der letzten Heimpartie der Serie und unter Schützenhilfe aus Deutzen, die ebenfalls ein Unentschieden gegen Roßwein verbuchten, schafften es die Mannen aus der Rennstadt am vorletzten Spieltag mit vier Punkten Vorsprung uneinholbar für die Verfolger den Platz an der Spitze abzusichern. Deshalb an dieser Stelle auch vielen Dank an die Pleiße.
Frohburg recht unaufgeregt, wusste um die schwere der Partie. Man wollte aber unbedingt weiter zu Hause ungeschlagen bleiben und als Zweites vor heimischen Publikum mit einem Sieg alle Unwägbarkeiten bei Seite schieben. Dies geriet ins Wanken, als der Pfiff vom Schiedsrichter Kirchhof binnen einer Minute ein zweites Mal ertönte. Was war passiert? Anpfiff Tresenwald, Die Einheit scheinbar noch nicht ganz auf dem Platz, Abstimmungsschwierigkeiten, nimm Du ihn, ich hab ihn sicher, Mikusch war‘s egal, frei vor Pfeiffer 0:1 für Tresenwald. Man fühlte sich zurück zum Geithainspiel versetzt, Hallo wach! Die gewachsene Mannschaft zeigte sich jedoch nicht beeindruckt. Im Gegenteil. Sofort setzte man den Gegner unter Druck und erarbeitete sich eine Vielzahl an Torchancen. So vergab Jacob nach Eingabe von Zein, als sein Schuss aus Nahdistanz über das Kreuzgebälk strich. Kurz darauf brachte Anders einen Freistoß von der rechten Seite vor das Gästetor. Thiemes Kopfball sprang von der Lattenunterkante auf die Linie und wieder ins Spielfeld hinein. Zentimetersache. Auf dem Platz wieder und wieder dasselbe Bild. Frohburg im Angriffsmodus, Tresenwald versuchte hinten dicht zu halten. Steinbach Schuss haarscharf drüber, Anders Freistoß knapp am linken Winkel vorbei und Geißler Kopfball gehalten, ließen die Zuschauer fast verzweifeln, welche Masse an Möglichkeiten ungenutzt blieb. Kurz vor der Pause dann aber endlich. Eine Balleroberung am rechten Flügel der eigenen Hälfte folgte der Antritt von Steinbach mit Ball sowie ein Diagonalpass auf den gestarteten Geißler. Dieser lies zwei Gegenspieler schlichtweg stehen und zog in den Sechszehner. Ohne lange zu fackeln zog er kurz und trocken ins kurze Eck ab. Ausgleich, noch vor der Halbzeit, endlich!
Bis zur Pause passierte dann nichts Nennenswertes mehr. Nach dem Pausentee wollten es die Krauspe Schützlinge unbedingt wissen. Einen Eckball von Kruggel nahm Thieme Volley und hatte jedoch das Pech, das dieser sehenswerte Versuch über das Quergebälk strich. In der 65. Minute kam es dann knüppeldick. Ein nicht geahndetes Foulspiel auf der rechten Mittelfeldseite ermöglichte ein schnelles Umschalten der Gäste. Diagonalpass auf Kirchner, Abseits Nr. 1. Flache Eingabe dessen vor den Pfeiffer Kasten zu Mikusch, 2. Mal Abseits. Ob die Sonne gerade durch die Wolken blinzelte, in weiter Ferne ein Blitz aus den dunklen Wolken schnellte oder was auch immer Linienrichter Lickfeldt irritierte um die Fahne zu heben, auf einmal führten die Gäste wieder und Frohburg lief abermals einem Rückstand hinterher. Nun wurden die Beine immer schwerer. Die Uhr tickte unaufhörlich herunter. Man mühte sich sichtlich, drückte, arbeitete gegen den Ball, lief sich die Lunge aus dem Laib um unbedingt den neuerlichen Ausgleich zu schaffen. So prüften Kruggel und Anders Torwart Fischer mit Freistößen und Jacob von der Strafraumgrenze. Die aufopferungsvolle Hingabe wurde dann vom Fußballgott doch noch belohnt. Jona Anders legte sich im rechten Halbfeld den Ball zurecht, haargenau an der Position, von der er es eine Minute früher ohne Erfolg aufs kurze Eck probierte. Diesmal zog er die Erfolgsvariante vor, die schon mehrfach in der Saison geklappt hat. Aufs lange Eck gezogen, über Freund und Feind hinweg, fand der Ball den Weg in die Maschen zum viel umjubelten Ausgleichstreffer. Als dann endlich der Abpfiff von Kirchhof erfolgte und gleichzeitig die Nachricht vom Abpfiff in Deutzen mit Endstand 1:1 bekannt war, verkündete Stadionsprecher Günter Wehefritz den Gewinn der Meisterschaft. Von da an gab es kein Halten. Bier zum Duschen war ausreichend vorhanden. So traf es erwartungsgemäß Trainer Tom Krauspe, der mit reichlich davon überschüttet wurde. Aber auch Co Mirko Deißner bekam seine Ladung ab. Nachdem der Pokal von Staffelleiter Jens Brettschneider an Andre Thieme übergeben wurde, genossen die Mannschaft und auch das Umfeld die Szenen auf und neben dem Spielfeld. Bewusst dessen, was Trainer Krauspe in den letzten vier Jahren geformt hat. Stetige Leistungssteigerungen von Jahr zu Jahr gekrönt mit dem Meistertitel. Dem ersten Frohburger Titel dieser Art seit 28 Jahren. Man musste wirklich bis zur Aufstiegssaison 89/90 in die Bezirksliga zurück schauen, um Klarheit dessen zu erlangen. Nachdem die Truppe nun das erste Ziel verwirklicht hat, gibt es natürlich in zwei Wochen die Riesenmöglichkeit der Saison das Sahnehäubchen aufzusetzen und das Double zu gewinnen. Da wird zwar Roßwein sicherlich etwas dagegen haben, aber ausgeschlossen ist es nicht…. 
   
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